Magen und Darm


Erkrankungen von Mastdarm und Anus

Aftervorfall und Mastdarmvorfall

Analprolaps (Aftervorfall) und Rektumprolaps (Mastdarmvorfall): Sichtbare Ausstülpung der Afterschleimhaut bzw. der Mastdarmschleimhaut, mitunter auch der gesamten Mastdarmwand durch den Analkanal nach außen. Hierzu kommt es zunächst vor allem beim Pressen während des Stuhlgangs; im weiteren Verlauf können die Darmanteile auch permanent nach außen gestülpt bleiben. Aufgrund der fortschreitenden Überdehnung verliert der Schließmuskel allmählich seine Verschlusskraft, der Betroffene kann den Stuhl nicht mehr ausreichend halten. Die Therapie von After- und Mastdarmvorfällen besteht in einer Operation.

Betroffen sind vornehmlich Frauen ab dem 60. Lebensjahr.

Symptome und Leitbeschwerden

  • Fremdkörpergefühl beim Stuhlgang
  • Juckreiz im Analbereich
  • Stuhlinkontinenz (d. h., der Patient kann den Stuhl nicht mehr willkürlich zurückhalten)
  • Evtl. Blutauflagerungen auf dem Stuhl
  • Tastbare Gewebeausstülpung beim oder nach dem Stuhlgang.

Wann zum Arzt

In den nächsten Tagen, wenn

  • oben genannte Symptome auftreten.

Die Erkrankung

Ursachen und Risikofaktoren

Wichtigste Ursache eines Analprolapses sind ausgeprägte Hämorrhoiden (4. Schweregrad) und eine Schwäche des Beckenbodens oder des Schließmuskels. Die Beckenbodenschwäche kann viele Ursachen haben wie z. B. eine degenerative Bindegewebsschwäche im Alter oder eine "ausgeleierte" Beckenbodenmuskulatur durch Mehrfachgeburten. Begünstigende Faktoren für eine Schließmuskelschwäche sind jahrelanges übermäßiges Pressen bei chronischer Verstopfung, aber auch immer wieder auftretende Durchfälle.

Beim Rektumprolaps stülpt sich die gesamte Darmwand aus dem Anus nach außen. Hier sind die Haltestrukturen des Beckenbodens noch stärker erschlafft als beim Aftervorfall. Als Ursachen gelten auch hier vor allem Mehrfachgeburten sowie chronische Verstopfung und starkes Pressen.

1837_GTV_Aftervorfall_Perianalthrombose.jpg|Befund eines 50-jährigen Patienten mit schweren Analschmerzen. Das Foto zeigt oben einen A:18k60|Analprolaps und unten eine etwa 3-4 Tage alte Perianalthrombose mit zwei durch Gewebsschwellung (Ödem) aufgedunsenen Bezirken mit geronnenem Venenblut. |[GTV 1837]

Klinik

Für beide Prolapsformen sind ein Fremdkörpergefühl beim Stuhlgang, Juckreiz im Analbereich, Stuhlinkontinenz infolge der Schließmuskelschwäche, mitunter auch Blutauflagerungen auf dem Stuhl charakteristisch. Zunächst gelingt es noch, die Ausstülpung (den Prolaps oder Vorfall) manuell zurückzuschieben, allerdings meist unter starken Schmerzen und nur für kurze Zeit; später bleibt der Prolaps dauerhaft bestehen.

Komplikationen

Es droht die Inkontinenz durch Schwächung der Schließmuskulatur. Wenn dauerhaft ausgestülpte Darmanteile eingeklemmt werden, kann es zu einer Nekrose kommen, d. h., dass die eingeklemmten Darmanteile absterben.

Diagnosesicherung

Einen ausgeprägten Vorfall erkennt der Arzt leicht bei der Inspektion der Analregion, anhand der sichtbaren Schleimhaut kann er den After- vom Mastdarmvorfall unterscheiden. In weniger deutlichen Fällen hilft das Austasten des Enddarms mit dem Finger weiter. Dabei lässt der Arzt den Patienten während der Tastuntersuchung pressen, um einen Prolaps zu provozieren und aufzuspüren.

Weitere Untersuchungen umfassen Endosonografie, Proktoskopie oder Rektoskopie, die einen genaueren Überblick über das Ausmaß des Vorfalls verschaffen und für die Planung der Behandlung notwendig sind.

Behandlung

Die Therapie besteht in beiden Fällen in einer plastischen Operation mit der gleichzeitigen Entfernung bestehender Hämorrhoiden. Eine Möglichkeit der chirurgischen Korrektur des Rektumprolapses ist die laparoskopische Rektopexie. Dabei legen die Ärzte den Mastdarm über die Bauchspiegelung frei, ziehen ihn nach oben und nähen ihn am Steißbein fest. Gilt es, aufgrund von hohem Alter oder schlechtem Allgemeinzustand des Patienten eine Vollnarkose zu vermeiden, ist die Operation eines Mastdarmvorfalls auch mit Zugang über den After unter Teilnarkose möglich.

Prognose

Trotz erfolgreicher Operation muss mit Rückfällen gerechnet werden. Dabei ist die Rückfallquote bei einem Mastdarmvorfall mit 40 % höher als bei einem Aftervorfall mit 25 %.

Ihr Apotheker empfiehlt

Nach der Operation eines Mastdarm- oder Aftervorfalls helfen folgende Tipps, einen Rückfall zu vermeiden:

  • Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung, viel Flüssigkeit und ausreichend Ballaststoffe, um einer Verstopfung vorzubeugen.
  • Stärken Sie Ihre Beckenbodenmuskulatur durch Sport und spezielle Beckenbodengymnastik. Viele Kliniken und Volkshochschulen bieten Kurse dafür an.

Analabszess und Analfisteln

Analabszess (anorektaler Abszess): Abgekapselte Eiteransammlung als Folge einer eitrigen Entzündung im Bereich des Afters. Der Analabszess geht meist mit einer akuten, schmerzhaften Schwellung am After einher, Männer sind häufiger betroffen als Frauen. In 50 % der Fälle entsteht aus dem Analabszess eine Analfistel.

Analfistel: Röhrenförmige Verbindung zwischen dem Afterkanal und der äußeren Afterregion. Analfisteln entstehen meist als Folge eines Abszesses, der sich spontan geöffnet hat; seltener sind sie Folge einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung. Über den Kanal entleert sich eitriges Sekret, oft mit Stuhl vermischt, nach außen. Analabszess und Analfistel heilen nach operativer Entfernung meist folgenlos.

Symptome und Leitbeschwerden

  • Abszess: starke Schmerzen im Analbereich vor allem beim Stuhlgang, Sitzbeschwerden, Rötung und Schwellung, leichtes Fieber
  • Analfistel: Juckreiz, Verschmutzungen oder nässende Verfärbungen der Unterwäsche und eventuell Eiterauflage auf dem Stuhl; Schmerzen in der Afterregion nach dem Stuhlgang sind möglich.

Wann zum Arzt

In den nächsten Tagen, wenn

  • die beschriebenen Beschwerden erstmals auftreten.

Die Erkrankungen

Analabszess

Ein Analabszess entwickelt sich meist aus einer eitrigen Entzündung der in der Schleimhaut des Analkanals gelegenen Proktodealdrüsen (auch Duftdrüsen genannt). Zu einer solchen Entzündung kommt es, wenn die Ausführungsgänge dieser Drüsen verstopfen und sich in der Drüse Keime vermehren. Die Erreger stammen vor allem aus dem Darm selbst (Escherichia coli oder Bacteroides) oder wandern von der Haut aus in die Drüsen ein (z. B. Staphylokokken). Analabszesse sind sehr schmerzhaft, sie gehen oft mit Fieber einher und erzeugen bei den Betroffenen ein allgemeines Krankheitsgefühl. Hat sich aus dem Abszess eine Fistel gebildet, werden die Beschwerden durch die Druckentlastung wieder erträglicher.

Analfistel

Zur Bildung einer Analfistel kommt es, wenn der Druck in einem abgekapselten Abszess so groß wird, dass sich der Eiter einen Weg nach außen sucht: Es entsteht eine schmale, röhrenförmige Verbindung zwischen der entzündeten Drüse und der äußeren Haut der Afterregion. Mitunter liegt die Fistelöffnung auch verborgen im Inneren des Afters. Durch die Fistelöffnung treten nun Eiter und Sekrete der Proktodealdrüsen aus. Das abgesonderte eitrige Sekret verursacht Juckreiz und Hautirritationen und ist häufig in der Unterwäsche, mitunter auch als Auflage auf dem Stuhl sichtbar.

Diagnosesicherung

Der Arzt erkennt eine äußere Fistelöffnung schon beim Betrachten der Analregion. Die innere Öffnung fühlt er bei der Tastuntersuchung des Enddarms oft als kleines Knötchen. Ein MRT (Kernspin) stellt die Fistelgänge und die benachbarten kleineren Abszesse gut dar. Ist diese Untersuchung nicht möglich, wird unter Narkose mit einer Sonde oder durch das Einspritzen einer Farbstofflösung der Verlauf des Fistelkanals nachvollzogen.

Differenzialdiagnosen: Beim Auftreten einer Fistel muss eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung ausgeschlossen werden. Weitere Erkrankungen mit ähnlichen Beschwerden sind die Steißbeinfistel oder andere Entzündungen im Afterbereich wie z. B. ein Furunkel.

Behandlung

Um einer Ausdehnung der Entzündung vorzubeugen, werden sowohl ein Analabszess als auch eine Analfistel operiert. Einen Abszess spaltet der Arzt – in der Regel unter einer kurzen Vollnarkose – mit einem Skalpell.

Bei oberflächlichen Fistelgängen genügt meist ebenfalls die Spaltung; tieferliegende Fistelgänge werden herausgeschält. Bei komplizierteren Fisteln verschieben die Ärzte den operativen Eingriff häufig und legen zunächst nur einen Faden in die Fistel. Eine solche Fadendrainage lässt das Sekret nach außen abfließen und verhindert die Abszessbildung. Nach etwa 6–8 Wochen ist die Entzündung abgeklungen und die Ärzte können die Fistel endgültig operieren, z. B. herausschälen.

Einfache Abszesse, bei denen das eitrige Sekret gut abfließt, heilen allein schon durch die Operation. Ist der Patient aber Diabetiker, in schlechtem Allgemeinzustand oder die Entzündung ausgedehnt, verabreichen die Ärzte zusätzlich Antibiotika. Zur Vermeidung von Infektionen muss der Analbereich nach der Operation sehr sauber gehalten werden. Sitzbäder mit Kamille können die Heilung unterstützen. Die Behandlung ist für die Betroffenen zwar langwierig und unangenehm; doch heilen Analfisteln und Analabszesse fast immer innerhalb einiger Wochen bis Monate folgenlos ab.

Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen ist die operative Fistelentfernung nicht immer möglich. Die Betroffenen müssen mit den Fisteln leben und sie ertragen, was ihre Lebensqualität stark einschränken kann. Die Therapie mit Antibiotika ist für diese Patienten oft erleichternd. Weitere Therapieoptionen sind der Einsatz von TNF-alpha und eine Stammzellentherapie. (mehr zur Fistelbehandlung bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen siehe dort).

Prognose:

Abszesse und einfache Fisteln heilen durch die Operation zu über 90 % folgenlos ab. Bei komplizierteren Fistelverläufen sinken die Heilungsraten auf 60–80 % und es drohen Rückfälle, also später erneut Fisteln. In seltenen Fällen wird durch die Operation der Schließmuskel geschädigt und es entwickelt sich eine Stuhlinkontinenz.

Ihr Apotheker empfiehlt

  • Zur Sauberhaltung des Analbereichs nach einer Operation empfiehlt es sich, nach jedem Toilettengang die Analregion mit Leitungswasser zu duschen.
  • Analvorlagen für die Unterwäsche sammeln Sekrete diskret auf.
  • Vermeiden Sie Verstopfungen, milde Abführmittel wie z. B. Macrogol halten den Stuhl weich. Verzichten Sie in den ersten Wochen aber auf ballaststoffreiche Ernährung, um den After nicht zusätzlich mechanisch zu reizen.

Weiterführende Informationen

Leitlinie Analabszess: https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/088-005.html

Analfissuren

Häufigkeit: 5

Analfissur: Einriss in der Analschleimhaut, der zwar meist harmlos ist, aber starke Schmerzen beim Stuhlgang verursacht. Die Analfissur gehört zu den häufigsten Erkrankungen am After und betrifft Männer und Frauen gleichermaßen. Ursachen sind Verletzungen der empfindlichen Analschleimhaut, z. B. durch harten Stuhl oder sexuelle Praktiken. Mit Salben, Sitzbädern und Stuhlregulierung heilt die Analfissur in den meisten Fällen innerhalb von 6–8 Wochen ab. Tut sie dies nicht, hilft eine kleine Operation oder das Einspritzen von Botulinumtoxin in den Schließmuskel.

Symptome und Leitbeschwerden

  • Stechen und Brennen beim Stuhlgang
  • Schmerzhafte Schließmuskelkrämpfe
  • Schwache hellrote Blutungen beim Stuhlgang
  • Juckreiz um den Anus herum bei chronischer Fissur.

Wann zum Arzt

In den nächsten Tagen, wenn

  • beim Stuhlgang starke Schmerzen auftreten
  • Blutauflagerungen auf dem Stuhl sichtbar sind.

Die Erkrankung

Krankheitsentstehung

Ganz genau weiß man noch nicht, warum die empfindliche Analschleimhaut einreißt. Eine Ursache soll harter Stuhl sein, der z. B. bei Verstopfung durch den Anus gepresst wird und die Schleimhaut dabei verletzt. Manchmal entstehen Analfissuren auch unter der Geburt durch die starke Dehnung der Haut im Bereich des Beckenbodens. Schließlich kann die Analschleimhaut auch beim Geschlechtsverkehr einreißen, z. B. beim Analverkehr oder bei Sexualpraktiken, bei denen Gegenstände in den Anus geschoben werden.

Eine schlechte Durchblutung der Analschleimhaut begünstigt Analfissuren – und zwar auf zweierlei Weise: Schlecht durchblutete Schleimhäute sind empfindlicher und reißen leichter ein. Außerdem sind dadurch die Heilungsprozesse behindert. Mögliche Ursache für eine schlechte Schleimhautdurchblutung ist ein erhöhter Druck im Schließmuskel. Schmerzbedingte Schließmuskelkrämpfe sind deshalb bei der Analfissur mit dafür verantwortlich, wenn diese nicht abheilen wollen.

Auch wenn die Schleimhaut durch andauernde Durchfälle gereizt oder entzündliche Prozesse vorgeschädigt ist, reißt sie leichter ein. Das kommt zum Beispiel bei infektiösem Durchfall, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung vor. Analfissuren, die sich aufgrund einer anderen Erkrankung entwickeln, nennt man auch sekundäre Analfissuren.

Klinik

Bemerkbar macht sich die Analfissur meist durch einen starken brennenden oder stechenden Schmerz beim Stuhlgang. Manchmal findet sich auch hellrotes Blut auf dem Toilettenpapier oder im WC, weswegen Patienten die Analfissur oft mit Hämorrhoiden verwechseln. Der Schmerz kann dabei so stark sein, dass die Patienten den Stuhlgang meiden, was eine Verstopfung verursacht. Damit beginnt ein Teufelskreis: Die Verstopfung verhärtet den Stuhl weiter, der (unausweichliche) Stuhlgang schmerzt noch mehr, die Schmerzen lassen den Analbereich samt Schließmuskel verkrampfen, das Ausscheiden wird noch schwieriger, die Angst vor dem nächsten Stuhlgang wird noch größer und der nächste Stuhldrang erneut unterdrückt.

Verlauf

Die spontane, akute Analfissur heilt in der Regel innerhalb von 6–8 Wochen ab. Bleibt die Analfissur länger als 8 Wochen bestehen, liegt eine chronische Analfissur vor. Chronische Analfissuren zeichnen sich dadurch aus, dass sie gar nicht oder nur oberflächlich abheilen und immer wieder aufreißen.

Komplikationen

Die chronische Analfissur ist eine Wunde, in die fortwährend Keime aus dem Darm einwandern. Deshalb ist die Infektionsgefahr bei chronischen Analfissuren hoch. Folge solcher bakteriellen Infektionen sind z. B. Analabszess oder Analfisteln. Außerdem führen die chronischen entzündlichen Prozesse in der Analschleimhaut oft zur Bildung von Hautverdickungen bzw. Hautfalten. Diese Hautfalten werden Vorpostenfalten genannt. Sie sind zwar ungefährlich, stören aber bei der Analhygiene und können wiederum Entzündungen begünstigen.

Diagnosesicherung

Schmerzen beim Stuhlgang und hellrotes Blut auf dem Stuhl sind für den Arzt typische Anzeichen für eine Analfissur. Bestätigt wird die Diagnose durch die klinische Untersuchung des Afters. Der Arzt spreizt dabei die Gesäßhälften, und erkennt die Analfissur, die meist an typischer Stelle sitzt. Zusätzlich tastet der Arzt den Anus vorsichtig aus, manchmal ist zum Ausschluss von anderen analen Erkrankungen auch eine Proktoskopie oder Rektoskopie nötig. Aufgrund der starken Schmerzen führt der Arzt diese Untersuchungen nur unter lokaler Betäubung durch.

Differenzialdiagnosen. Schmerzen beim Stuhlgang und Blut auf dem Stuhl kommen auch bei zahlreichen anderen Erkrankungen am Anus vor. Die wichtigsten sind die Analfistel, Hämorrhoiden, die Perianalthrombose und das Analkarzinom (ein seltener, aber zunehmend häufiger Tumor im Analkanal oder außen am Anus).

Behandlung

Akute Analfissur. Die Behandlung der Analfissur erfolgt zunächst mit Salben, Stuhlregulierung und Bädern und dauert etwa 6–8 Wochen. Dem Arzt stehen zur Therapie verschiedene Wirkstoffe und Maßnahmen zur Verfügung:

  • Leichte Abführmittel, um den Stuhl weich zu machen, z. B. Macrogol
  • Schmerzstillende Salben mit einem lokalen Betäubungsmittel wie z. B. Lidocain (z. B. Posterisan®akut) gegen Brennen und Stechen
  • Krampflösende Salben, z. B. mit Isosorbiddinitrat, Glyceroltrinitrat (z. B. Rectogesic®) oder Diltiazem, die den erhöhten Druck im Schließmuskel senken. Dadurch entspannt sich der Schließmuskel, die Durchblutung wird besser, die Abheilung gefördert und das Absetzen des Stuhls für den Patienten leichter. Da die Wirkstoffe über die Salbe auch in den Blutkreislauf gelangen und dort die Gefäße erweitern, können sie Kopfschmerzen auslösen, den Blutdruck senken und die Wirkung von Herz-Kreislauf-Medikamenten verstärken. Deshalb dürfen z. B. Patienten, die an einer Herzerkrankung oder einer Arteriosklerose, leiden diese Salben nicht anwenden. Auch die gleichzeitige Einnahme von Potenzmitteln zur Behandlung der erektilen Dysfunktion wie z. B. Sildenafil (z. B. Viagra®) sollte vermieden werden, da ein gefährliches Absinken des Blutdrucks droht.
  • Vorsichtige mehrmals tägliche Dehnung des Anus mit einem Analdehner zur Entspannung der verkrampften Schließmuskulatur. Zum leichteren Einführen wird die Spitze mit Vaseline eingeschmiert
  • Sitzbäder mit Kamillenextrakt oder gerbenden Zusätzen (z. B. Tannolact®), um den Heilungsprozess zu unterstützen. Auch warme Wannenbäder sind hilfreich, weil sie die gesamte Muskulatur entspannen
  • Injektion von Botulinumtoxin A in den Schließmuskel. Manche Ärzte empfehlen die Injektion schon in der akuten Phase, andere erst, wenn die Fissur durch die Salbentherapie nicht zum Abheilen gebracht wird. Durch eine einmalige lokale Einspritzung erschlafft der Schließmuskel im Gebiet der Analfissur für etwa 2 Monate. Dadurch verschwinden nicht nur die Schmerzen, die Fissur heilt auch besser ab. Nachteil dieser Behandlung sind die Kosten, die der Patient selbst tragen muss. Außerdem führt die Methode bei jedem 10. Patienten zu einer vorübergehenden Inkontinenz.

Chronische Analfissur. Heilt eine Analfissur innerhalb von etwa 8 Wochen nicht aus, erwägen die Ärzte die Operation, um den oben genannten Komplikationen vorzubeugen.

Operative Therapie

Bei dieser sog. Fissurektomie nach Gabriel schneidet der Arzt die krankhaften Veränderungen (Geschwüre, narbige Veränderungen, störende Hautfalten wie die Vorpostenfalte) vorsichtig aus der Analschleimhaut heraus. Der Eingriff erfolgt meist ambulant unter lokaler Betäubung, die Abheilung der Operationswunde dauert etwa 6–8 Wochen.

Behandlungskomplikationen

Leider birgt die OP die Gefahr, dass der Schließmuskel verletzt und der Patient dadurch stuhlinkontinent wird.

Prognose

90 % der akuten Analfissuren heilen unter Therapie innerhalb von 6–8 Wochen folgenlos ab.

Ihr Apotheker empfiehlt

Was Sie selbst tun können

  • Vermeiden Sie eine Verstopfung. Ernähren Sie sich ballaststoffreich, trinken Sie ausreichend viel Flüssigkeit und bewegen Sie sich regelmäßig (ausführliche Selbsthilfetipps unter Verstopfung).
  • Unterdrücken Sie den Stuhldrang nicht, sondern gehen Sie auf die Toilette, sobald der Stuhl sich meldet.
  • Wenn Sie Analsex praktizieren, verwenden Sie dabei Gleitmittel.

Analkarzinom

Häufigkeit: 1

Analkarzinom: Bösartiger Tumor am Analrand oder im Analkanal. Das Analkarzinom entsteht in etwa 80 % der Fälle im Zusammenhang mit einer Infektion durch Humane Papilloma-Viren (HPV). Diese Viren werden sexuell übertragen und sind auch für den Gebärmutterhalskrebs verantwortlich. Analrandkarzinome sind bei Männern häufiger, Analkanalkarzinome bei Frauen. Kleine Tumoren im Analkanal oder Tumoren am Analrand werden komplett exzidiert, größere Tumoren zunächst bestrahlt und chemotherapiert. In manchen Fällen müssen die Ärzte Rektum und Anus aber auch komplett entfernen (Rektumamputation). Bei früher Diagnose ist die Prognose gut.

Symptome und Leitbeschwerden

  • Juckreiz, Brennen, Nässen
  • Blutungen
  • Schmerzen, Fremdkörpergefühl im Analbereich
  • Verformter Stuhl
  • Veränderte Stuhlgewohnheiten, Wechsel zwischen Verstopfung und Durchfall.

Wann zum Arzt

In den nächsten Tagen bei

  • oben genannten Symptomen.

Die Erkrankung

Krankheitsentstehung, Ursachen und Risikofaktoren

Das Analkarzinom entsteht aus den Zellen in der Umgebung des Afters oder innerhalb des Analkanals. Meist verändern sich die Zellen langsam über Zwischenstufen, bis sie letztendlich zu Krebszellen geworden sind. Am häufigsten kommen dabei Plattenepithelkarzinome vor. Warum die Zellen entarten, ist noch unklar. Es sind aber Risikofaktoren bekannt:

  • HPV-Infektion. Wichtigster Risikofaktor ist die Infektion mit humanen Papillomaviren. Bis zu 85 % der Patienten mit einem Analkarzinom sind mit HPV infiziert. Vor allem die Typen HPV 16, 18 und 31 führen zu Karzinomen.
  • Analverkehr. Übertragen werden HPV durch Geschlechtsverkehr, vor allem passiver (empfangender) Analverkehr ist ein wichtiger Risikofaktor.
  • Geschwächtes Immunsystem, z. B. durch therapeutische Unterdrückung des Immunsystems nach einer Organtransplantation oder zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen sowie bei einer HIV-Infektion.
  • Rauchen.

Klinik

Beschwerden macht ein Analkarzinom häufig erst spät. Es kommt zu Nässen, Jucken und Schmerzen beim Stuhlgang. Manchmal blutet der Patient auch aus dem Anus oder er spürt ein Fremdkörpergefühl. Engt der Tumor den Analkanal ein, wird häufig der Stuhl verformt (sehr dünner Stuhl, sogenannter Bleistiftstuhl). Daneben verändert der Krebs oft die Stuhlgewohnheiten oder führt zu einer Stuhlinkontinenz.

In etwa 20 % der Fälle wird ein Analkarzinom zufällig entdeckt, z. B. wenn der Arzt den Anus aufgrund anderer Erkrankungen inspiziert, eine Koloskopie erfolgt oder eine Gewebeprobe vom Anus untersucht wird.

Diagnosesicherung

Bei der körperlichen Untersuchung untersucht der Arzt den Anus und tastet den Enddarm vorsichtig aus. Dabei lassen sich Tumoren oder Geschwüre oft schon gut erkennen. Besonders wichtig ist die Entnahme von Gewebeproben, die feingeweblich untersucht werden. Diese Gewebeproben entnimmt der Arzt meist bei der Proktoskopie. Zur Basisuntersuchung gehört auch das Abtasten der Leistenlymphknoten.

Wie weit sich ein Tumor ausgebreitet hat, ob bzw. welche Lymphknoten befallen sind oder sogar schon Fernmetastasen vorliegen, erkennt der Arzt mithilfe von

  • Rektaler Endosonografie
  • CT oder MRT des Beckens
  • Ultraschall Bauch
  • Röntgen oder CT des Brustkorbs (Thorax).

Differenzialdiagnosen. Hämorrhoiden, Marisken, Rektumkarzinom, Feigwarzen, Morbus Bowen (siehe seltene Tumoren der Haut).

Behandlung

Die Therapie ist davon abhängig, wie sehr der Tumor ausgedehnt ist und wie stark die Zellen entartet sind.

  • Kleine (unter 2 cm große) Tumoren am Analrand, die keine Metastasen gestreut haben, exzidieren Ärzte mit 1 cm Sicherheitsabstand lokal, d. h. sie schneiden die Tumoren heraus. Dies ist in etwa einem Drittel der Analkarzinome möglich.
  • Alle anderen Tumoren behandeln die Ärzte zunächst mit einer kombinierten Therapie aus Bestrahlung über ca. 7 Wochen und Chemotherapie (Radiochemotherapie). Als Chemotherapeutika werden meist 5-FU (5-Fluoruracil) und Mitomycin C verabreicht.
  • Bleiben nach der Radiochemotherapie Tumorreste bestehen, erfolgt eine Operation (Rektumamputation, auch Rektumexstirpation genannt). Dabei entfernen die Ärzte Rektum samt Anus und legen einen künstlichen Darmausgang an, um den Stuhl nach außen abzuleiten. Die Rektumamputation erfolgt in der Hälfte der Fälle laparoskopisch. Bei Patienten, die Verwachsungen im Bauch haben oder in schlechtem Allgemeinzustand sind, bevorzugen die Ärzte allerdings die Operation über einen konventionellen Bauchschnitt.
  • Weit fortgeschrittene Tumoren, die z. B. in die Nachbarschaft eingewachsen sind, werden nach einer präoperativen Radiochemotherapie ebenfalls durch eine Rektumamputation behandelt.

Nachsorge

Die regelmäßige Nachsorge ist beim Analkarzinom entscheidend und erfolgt nach einem festgelegten Schema:

  • Erste Kontrolluntersuchung nach 8 Wochen
  • Ab dem 3. Monat alle 3 Monate
  • Ab dem 12. Monat alle 6 Monate
  • Ab dem 24. Monat alle 12 Monate bis zum 60. Monat nach der Behandlung.

Zu den Untersuchungen gehören vor allem die klinische Untersuchung, eine Rekto-/Proktoskopie sowie die rektale Endosonografie. Nach 3 Monaten erfolgt außerdem eine Kontrollbiopsie. Nach einem halben Jahr kommen jährliche Ultraschalluntersuchungen des Bauchraums, Röntgenaufnahmen des Brustkorbs und CT- bzw. MRT-Aufnahmen vom Becken dazu.

Prognose

Je früher das Analkarzinom entdeckt wird, desto besser ist die Prognose.

  • Bei lokal herausoperierbaren Tumoren beträgt die 5-Jahres-Überlebensrate 100 %.
  • Bei Tumoren, die mit einer Radiochemotherapie behandelt werden können, beträgt die 5-Jahres-Überlebensrateit 80%.
  • Bei nur durch Amputation von Rektum und Anus zu entfernenden Tumoren beträgt die 5-Jahres-Überlebensrate 40–70 %.

Ihr Apotheker empfiehlt

Prävention

Vorbeugen ist beim Analkarzinom gut möglich:

  • HPV-Impfung. Die HPV-Impfung wird von der STIKO inzwischen für Mädchen und Jungen vor dem ersten Geschlechtsverkehr empfohlen und soll im Alter von 9–14 Jahren erfolgen. Seit September 2018 übernehmen die Kassen auch die Kosten der Impfung für Jungen.
  • Safer Sex, also Benutzung von Kondomen.

Hämorrhoiden

Hämorrhoiden: knotige Erweiterungen des im Analkanal gelegenen arterio-venösen Schwellkörpers (Plexus hämorrhoidalis), der wesentlich für die Kontinenz ist, also den unabsichtlichen Abgang von Stuhl verhindert.

Hämorrhoidalleiden (oft ungenau ebenfalls als "Hämorrhoiden" bezeichnet, so auch in diesem Beitrag). Hämorrhoiden, die Beschwerden machen wie Jucken, Nässen und schmerzlose Blutungen am After. Es handelt sich um die häufigste Enddarmerkrankung: Rund 80 % der über 30-Jährigen sind zumindest einmal im Leben betroffen, Männer häufiger als Frauen.

Begünstigend wirken neben erblicher Veranlagung und angeborener Bindegewebsschwäche ungünstige Ernährungs-, ungünstige Stuhl- und Bewegungsgewohnheiten, langes Sitzen, aber auch eine Schwangerschaft.

Symptome und Leitbeschwerden

  • 1. Grad. Beim Pressen (noch) keine Beschwerden, manchmal machen sich kleine, hellrote Blutauflagerungen am Toilettenpapier und Juckreiz am After bemerkbar.
  • 2. Grad. Hämorrhoidalknoten sinken beim Pressen nach außen und verursachen gelegentlich Schmerzen; sie sind außerhalb des Afters sichtbar, verschwinden aber nach dem Beenden des Pressens wieder.
  • 3. Grad. Die Hämorrhoidalknoten ziehen sich nach Beenden des Pressens nicht mehr zurück, lassen sich aber von Hand wieder zurückschieben. Es bestehen Entzündungen, Schwellungen und starke Schmerzen beim Stuhlgang sowie Juckreiz und Schleimabsonderungen.
  • 4. Grad. Die Knoten befinden sich dauerhaft außerhalb des Analkanals, sonst wie 3. Grad.

Wann zum Arzt

In den nächsten Tagen, wenn

  • Knoten über einen längeren Zeitraum immer wieder beim Pressen austreten
  • Blutauflagerungen am Toilettenpapier oder auf dem Stuhl bemerkt werden und die Analregion juckt
  • Schmerzen beim Stuhlgang auftreten.

Die Erkrankung

Krankheitsentstehung

Im unteren Mastdarm, auf der Höhe der beiden Schließmuskeln, liegt in der Hämorrhoidalzone ein arterio-venöses Gefäßgeflecht (Plexus hämorrhoidalis). Dieses Gefäßgeflecht ist mit Blut gefüllt und trägt wesentlich zur Feinabdichtung des Analkanals bei. Füllt sich die Ampulle des Mastdarms mit Stuhl, leiten Nervenimpulse diese Information an das Gehirn weiter. Daraufhin erschlafft der innere Schließmuskel und das Blut aus dem Gefäßgeflecht fließt ab. Das Gefäßpolster und damit die Schleimhaut werden dünner und machen damit Platz für den hindurchtretenden Stuhl. Nach dem Stuhlgang füllt sich das Gefäßgeflecht wieder und dichtet den Anus zusammen mit der Muskulatur ab.

Verstärkt sich der Druck im Bauchraum, etwa durch Pressen eines sehr harten Stuhls (Verstopfung), durch breiigen Stuhl als Folge von Abführmitteln, häufiges Sitzen, Übergewicht oder eine Schwangerschaft, staut sich das Blut im Hämorrhoidal-Plexus. Dadurch werden die Gefäßwände überdehnt und der Plexus hämorrhoidalis erweitert sich zu Hämorrhoiden. Oft bilden sich durch die Gefäßdehnung Aussackungen, die sich ebenfalls mit Blut füllen. Diese Aussackungen oder Hämorrhoidalknoten treten dann beim Pressen durch die Darmschleimhaut hindurch und ragen ins Innere des Enddarms. Wenn sie Beschwerden wie z. B. Schmerzen oder hellrote Blutungen verursachen, entsteht das sogenannte Hämorrhoidalleiden, vereinfacht Hämorrhoiden.

Häufigste Beschwerde bei Hämorrhoiden sind schmerzlose, sogenannte transanale (aus dem After austretende) Blutungen. Sie machen sich bemerkbar durch hellrotes Blut auf dem ausgeschiedenen Stuhlgang, am Toilettenpapier oder in der Unterwäsche. Diese Blutungen treten auf, wenn fester Stuhl die dünnen Gefäßwände der Hämorrhoidalknoten beschädigt und Blut in den Analkanal gelangt.

Je nach Schweregrad (siehe unten) beeinträchtigen Hämorrhoiden und Hämorrhoidalknoten auch die Abdichtung des Afters. Es gelangen feuchte Gase und Stuhl nach außen und rufen Juckreiz, Nässen, Brennen, Entzündungen und Hautausschlag um den After hervor; durch Nachschmieren kommt es häufig zu verschmutzter Unterwäsche. Manchmal verspüren die Betroffenen durch die Hämorrhoiden auch ein Druck- bzw. Fremdgefühl im After. Schmerzen beim Stuhlgang treten meistens erst auf, wenn das Ausmaß der Hämorrhoidalknoten beträchtlich ist (Grad 3 und 4).

Risikofaktoren

Gefördert wird die Bildung von Hämorrhoiden durch

  • Angeborene Schwäche des Bindegewebes der Blutgefäßwände
  • Höheres Lebensalter
  • Übergewicht
  • Schwangerschaft (in den letzten Monaten)
  • Überwiegend sitzende Arbeits- und Lebensweise
  • Chronische Verstopfung (Obstipation)
  • Häufige oder regelmäßige Einnahme von Abführmitteln (Laxanzien)
  • Geringe Stuhlmengen durch ballaststoffarme und energiedichte Ernährung.

Schweregrade und Klinik

Je nach Größe der Hämorrhoiden werden 4 Schweregrade unterschieden:

  • Grad 1: Die Hämorrhoiden sind leicht vergrößert, nicht sicht- oder tastbar, aber bereits behandlungsbedürftig.
  • Grad 2: Die Hämorrhoiden sind stärker vergrößert und können beim Stuhlgang aus dem After hervortreten, ziehen sich aber von selbst wieder zurück.
  • Grad 3: Die Hämorrhoiden sind stark vergrößert, treten beim Stuhlgang aus dem After hervor, ziehen sich nicht von selbst wieder zurück, lassen sich aber mit der Hand zurückschieben.
  • Grad 4 (Aftervorfall oder Hämorrhoidal-Prolaps): Die Hämorrhoiden sind sehr stark vergrößert, liegen dauerhaft außerhalb des Afters und lassen sich auch mit der Hand nicht mehr zurückschieben; durch die fortbestehende Einklemmung nimmt die Schwellung infolge eines Staus der Blutzirkulation weiter zu.

Diagnosesicherung

Ausgeprägte Grad 4-Hämorrhoiden erkennt der Arzt schon bei der Blickuntersuchung der Analregion. Die anderen Formen entdeckt er beim vorsichtigen Austasten des Enddarms oder beim Pressversuch, bei dem der Patient während der Untersuchung wie beim Stuhlgang presst. Dabei werden die Hämorrhoiden tast- oder sogar sichtbar.

Um eine Krebserkrankung auszuschließen, greift der Arzt zur Enddarmspiegelung (Rektoskopie). Dazu wird der Enddarm mithilfe eines Einlaufs von Stuhlresten gereinigt. Der Arzt schiebt anschließend ein 30 cm langes, starres Endoskop in den Darm. Damit sich die Mastdarmschleimhaut besser entfaltet, wird etwas Luft eingeblasen. Die Untersuchung ist nicht schmerzhaft.

Differenzialdiagnosen. Nicht zu verwechseln mit Hämorrhoiden 1. und 2. Grades sind Marisken, kleine Hautläppchen am After. Ähnliche Symptome wie Hämorrhoiden verursachen zudem Wurmerkrankungen (Juckreiz!), Analfissuren oder Perianalthrombosen (Schmerzen beim Stuhlgang), selten auch anorektale Varizen bei portaler Hypertension durch Umkehr des Blutflusses. Bei jeder Form von Blut im oder auf dem Stuhl muss ein Darmkrebs ausgeschlossen werden.

Behandlung

Bei Hämorrhoiden steht und fällt der Erfolg der Behandlung mit dem Essverhalten, der Hygiene beim Stuhlgang sowie der Radikalität der lokalen Therapie.

1. Grad. In diesem Krankheitsstadium verordnet der Arzt meist schmerzstillende Salben oder Zäpfchen und legt dem Betroffenen vor allem Verhaltensänderungen nahe:

  • Stuhlregulierende Maßnahmen durch ballaststoffreiche Ernährung und Steigerung der Flüssigkeitszufuhr
  • Vorübergehender Einsatz von milden Abführmitteln (z. B. Quellstoffe, siehe unten) bei Verstopfung
  • Sorgfältige Analhygiene sowie Sitzbäder mit entzündungshemmenden Zusätzen (z. B. Kamille)
  • Gewichtsreduktion bei Übergewicht
  • Schmerzstillende, entzündungshemmende Salben und Zäpfchen zur lokalen Anwendung (Übersicht siehe unten).

2. Grad. Hier sind die Maßnahmen des 1. Grades nicht mehr ausreichend, sodass der Arzt in der Regel die Hämorrhoidalknoten verödet (sklerosiert). Bei allen Verödungsverfahren sind oft mehrere Sitzungen nötig, um alle Hämorrhoidalknoten zu behandeln. Die Komplikationsrate der Verfahren liegt unter 1 %.

  • Bei der intrahämorrhoidalen Sklerosierung nach Bond und Hoff spritzt der Arzt ein Verödungsmittel (z. B. Polidocanol) in die krankhaften Hämorrhoidalknoten, wodurch diese schrumpfen, vernarben und schließlich innerhalb weniger Wochen verschwinden.
  • Eine andere Form der Verödung ist die Sklerosierung nach Blanchard. Hier spritzen die Ärzte das Verödungsmittel in die Region der zuführenden Hämorrhoidalarterien. Dadurch wird eine Entzündungsreaktion hervorgerufen, die die Hämorrhoidalknoten ebenfalls verklebt und vernarbt.
  • Eine ähnliche Methode ist die Infrarotkoagulation, wobei der Arzt die Hämorrhoiden über eine lokale Erwärmung mithilfe einer Infrarotsonde verödet.

Kurz nach dem Eingriff sind vorübergehend leichte Schmerzen oder ein Druckgefühl möglich. Selten kommt es zu Infektionen oder schmerzhaften Blutgerinnseln im Analbereich. Leider ist der Behandlungserfolg bei vielen Menschen nicht von Dauer: Häufig vergrößern sich die Hämorrhoiden nach wenigen Jahren wieder, sodass der Eingriff wiederholt werden muss.

Größere Knoten verödet der Arzt durch eine Ligaturbehandlung, entweder unter Sicht oder mithilfe eines Dopplerultraschallgeräts. Durch eine Gummibandligatur werden die Hämorrhoidalknoten abgeschnürt, sodass die Blutversorgung unterbricht und der Hämorrhoidalknoten schrumpft. Nach einigen Tagen fällt er ab und wird mit dem Stuhl ausgeschieden. Das Verfahren ist schmerz- und risikoarm. In seltenen Fällen kann es allerdings zu stärkeren Blutungen kommen. Auch die Ligaturbehandlung muss unter Umständen wiederholt werden, um alle Hämorrhoidalknoten zu erwischen oder nach einigen Jahren neu aufgetretene zu entfernen.

3. und 4 Grad. Diese Grade erfordern die operative Entfernung der Hämorrhoidalknoten, z. B. mittels Hämorrhoidektomie. Verschiedene OP-Verfahren stehen zur Verfügung:

  • Bei der offenen Hämorrhoidektomie, nach ihrem Erfinder Milligan-Morgan benannt, bleibt die Wunde nach dem Eingriff offen. So kann das Wundsekret problemlos abfließen und es drohen keine Komplikationen mit der Naht. Dafür heilt die Wunde langsamer. Die offene Hämorrhoidektomie erfolgt stationär und unter Vollnarkose oder Rückenmarksanästhesie, meist ist ein Krankenhausaufenthalt von 5–7 Tagen erforderlich. Sie ist wegen der starken postoperativen Schmerzen unangenehm und außerdem nicht risikolos, weil es zu Verletzungen des Schließmuskels mit nachfolgender Stuhlinkontinenz und/oder narbigen Einengungen des Enddarms kommen kann.
  • Schonendere Verfahren sind die HAL-Hämorrhoidektomie und die Longo-Operation. Beide sind postoperativ weniger schmerzhaft und unangenehm:

  • Bei der HAL-Methode benutzt der Arzt Ultraschall zur Lokalisierung der vergrößerten, vorgefallenen Hämorrhoidalknoten und unterbindet mit einer speziellen Nahttechnik deren Blutzufluss. Nach einigen Wochen "verhungern" die Knoten, sacken in sich zusammen und verkümmern. Diese Operation kann ambulant durchgeführt werden.
  • Die Longo-Operation (auch Stapler-Hämorrhoidopexie genannt) kommt vor allem bei aus dem After heraustretenden Hämorrhoiden in Frage. Hier wird mit einem Klammergerät die Darmschleimhaut oberhalb der Hämorrhoiden gerafft und angeheftet, das vorgefallene Gewebe also in den Darm hineingezogen. Man spricht auch von einem "Schleimhautlifting". Diese Methode ist nur bis zum 3. Grad möglich. Die Schmerzen sind geringer und die Heilungszeit ist kürzer als bei der offenen Hämorrhoidektomie. Allerdings vergrößern sich Hämorrhoiden nach der Stapler-Operation schneller wieder als nach einer offenen Hämorrhoidektomie. Bei dieser Operationsform ist ein stationärer Aufenthalt von 1–2 Tagen notwendig.

Bestehen gleichzeitig entzündliche Analerkrankungen wie Analabszess oder Analfistel muss die Hämorrhoidektomie verschoben werden bis die Entzündung abgeklungen ist.

Nach der Hämorrhoidaloperation

Am Abend nach der Operation entfernen die Ärzte die in den operierten Anus eingelegte Tamponade und kontrollieren die Wunde. Je nach Stärke der Schmerzen verordnen die Ärzte Ibuprofen, evtl. auch in Kombination mit Novaminsulfat. In den nächsten Tagen muss der Patient das Wundgebiet mehrfach täglich ausduschen, vor allem nach dem Stuhlgang. Um den Anus zu schonen empfehlen sich milde Abführmittel, die den Stuhl weicher machen.

Medikamentöse Behandlung

Eines haben alle Arzneimittel gemeinsam: Sie lindern zwar die Beschwerden, verkleinern jedoch die Hämorrhoidalknoten nicht. Zäpfchen, Salben und Pasten verordnet der Arzt deshalb bei Hämorrhoiden mit geringen Beschwerden und initial zur Überbrückung bis zu einer Hämorrhoidenoperation. Als Wirkstoffe zur Behandlung am After stehen Salben, Pasten oder Zäpfchen zur Verfügung:

  • Zink oder Panthenol lindern den Juckreiz am After.
  • Hamamelis (Zaubernuss) wie beispielsweise in Faktu® lind oder Hametum® Hämorrhoidenzäpfchen wirkt dank des Gerbstoffgehalts gefäßverengend, zusammenziehend und entzündungshemmend und wird vor allem bei Nässen und Blutungen empfohlen.
  • Lokalanästhetika wie Lidocain betäuben die Analhaut örtlich und helfen dadurch bei Schmerzen und Juckreiz (z. B. Posterisan® akut).
  • Kortisonhaltige Präparate (Kortikosteroide, z. B. Postericort®) dämmen die Entzündung ein und kommen bei entzündlichen, angeschwollenen Läsionen zum Einsatz.

Ihr Apotheker empfiehlt

Was Sie selbst tun können

Rechtzeitig zum Arzt. Zögern Sie bei einem Verdacht auf Hämorrhoiden den Arztbesuch nicht hinaus. Je früher Hämorrhoiden erkannt und behandelt werden, desto besser sind sie zu kontrollieren. Viele Proktologen sind völlig überlaufen – und verlangen deshalb eine Überweisung. Es ist deshalb sinnvoll, erstmal zum Allgemeinarzt zu gehen. Weil Hämorrhoidalleiden sehr häufig sind, kann Ihr Hausarzt meistens gut entscheiden, ob ein Besuch beim Proktologen notwendig ist, oder Sie erstmal selbst versuchen sollten, Ihre Hämorrhoidalknoten in den Griff zu bekommen. Änderungen Ihrer Lebens- und Ernährungsgewohnheiten können sehr wirksam sein. Die Schwerpunkte sind:

Ernährung. Vollwertkost mit einem hohen Ballaststoffanteil ist für einen gesunden Stuhlgang unverzichtbar. Da viele Menschen zunächst mit Unverträglichkeitsreaktionen wie Blähungen und Völlegefühl auf eine ballaststoffreiche Ernährung reagieren, sollten Sie bei der Ernährungsumstellung schrittweise vorgehen, damit der Körper genug Zeit hat, sich umzugewöhnen:

  • Anfangs erhöhen Sie den täglichen Obst- und Gemüseanteil; auch Trockenfeigen, Dörrbirnen und -pflaumen sind geeignet.
  • Als Nächstes ersetzen Sie Weiß- oder Mischbrot durch Vollkornbrot und Müsli. Aber essen Sie nichts, was Ihnen nicht bekommt. Wenn Sie z. B. Weißbrot deutlich besser vertragen als Vollkornbrot, hilft vielleicht stattdessen ein täglicher Apfel, Ihre Verdauung anzuregen.
  • Erhöhen Sie den Faseranteil im Essen, indem Sie hin und wieder Haferflocken in Milch oder Joghurt einweichen. Sauermilchprodukte wie Joghurt oder Dickmilch sollten ebenfalls regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Sie wirken sich positiv auf die Darmflora aus und helfen damit, die Verdauung zu normalisieren.

Quellstoffe. Damit Sie beim Stuhlgang nicht so stark pressen müssen, sind Quellstoffe die beste Wahl. Flohsamenschalen (auch indischer Flohsamen oder kurz Flohsamen genannt) sind in Reformhäusern oder Apotheken erhältlich. Sie regen schon in Mengen von 1 Teelöffel die Verdauung an und machen den Stuhl voluminöser, weicher und geschmeidiger. Starten Sie mit 1/2 Teelöffel pro Tag und steigern Sie die Dosis allmählich, bis der Stuhl ausreichend weich ist. 1–2 Teelöffel reichen zumeist. Achten Sie auf eine ausreichende Trinkmenge (2 Liter sind das Minimum). Zu Beginn der Behandlung kommt es häufig vermehrt zu Blähungen. Für den, der Flohsamen nicht mag (manche finden das Gefühl der winzigen Körnchen im Mund unangenehm), sind Leinsamen und Weizenkleie eine Alternative.

Hinweis: Nehmen Diabetiker Quellstoffe ein, ist eventuell die Insulindosis anzupassen.

Darmmassage. Eine 10-minütige Morgenmassage, bei der man beide Hände auf den Bauch legt und dann wiederholt mit sanftem Druck im Uhrzeigersinn nach unten streicht, regt den Dickdarm an. Eine Wärmflasche, feuchtwarme oder trockenwarme Wickel (z. B. mit Schafgarbe oder Heilerde) für den Unterbauch lindern Druckgefühle und steigern ebenfalls die Darmtätigkeit.

Bei Stuhldrang reagieren. Achten Sie auf Körpersignale: Suchen Sie bei Stuhldrang stets möglichst rasch die Toilette auf und unterdrücken Sie ihn nicht.

Manche Menschen schaffen es, ihren Darm zu "erziehen", indem sie immer zur gleichen Uhrzeit auf die Toilette gehen. Andere schaffen das aber nicht – und sollten es dann auch nicht erzwingen.

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Trinken Sie mindestens 2 Liter pro Tag und steigern Sie Ihre Trinkmenge eventuell auf 3 Liter, wenn Sie Ihre Ernährung auf eine überwiegend ballaststoffreiche Kost umstellen. Da Ballaststoffe stark quellen, fördern sie bei einer zu geringen Flüssigkeitsaufnahme die Verstopfung.

Regelmäßige Bewegung. Sorgen Sie für regelmäßige Bewegung. Ideal sind Sportarten wie Gymnastik, Laufen, Schwimmen oder Radfahren, die den Beckenboden nicht einseitig belasten. Wenn kein regelmäßiger Sport möglich ist, lässt sich bestimmt ein Spaziergang von 20–30 Minuten Dauer in den Tagesablauf einfügen. Fehlt Ihnen auch dafür die Zeit, sollten Sie sich angewöhnen, Treppen zu laufen und konsequent auf Lift und Rolltreppen zu verzichten.

Unterwäsche. Tragen Sie möglichst Unterwäsche aus reiner Baumwolle und meiden Sie enge Hosen. Damit nach Verabreichung von Salben oder Zäpfchen die Wäsche nicht verschmutzt, helfen in der Apotheke erhältliche spezielle Analvorlagen, z. B. Teufel Pomild® Analvorlagen.

Sorgfältige Hygiene. Achten Sie auf eine sorgfältige Analhygiene. Reinigen Sie nach dem Stuhlgang den After sorgfältig mit weichem Papier oder mit einem Einmalwaschlappen und lauwarmem Wasser. Tupfen Sie ihn vorsichtig trocken.

Beckenbodentraining. Trainieren Sie Ihre Beckenbodenmuskulatur durch geeignete Übungen. Kurse dafür gibt es in vielen Krankenhäusern oder auch bei den Volkshochschulen.

Komplementärmedizin

Warme Sitzbäder. Juckreizstillend und heilungsfördernd wirken warme Sitzbäder (38 °C) mit Kamillen- und Eichenrindenzusatz.

Phytotherapie. Hamamelis (Zaubernuss) verengt die Gefäße und hemmt die Entzündung am After. Der Wirkstoff ist in Form von Salben und Zäpfchen erhältlich.

Homöopathie. Häufig eingesetzte homöopathische Akutmittel gegen Hämorrhoiden sind Kalzium phosphoricum, Kalium carbonicum, Lachesis, Nux vomica und Sulfur. Evtl. bietet sich auch eine homöopathische Konstitutionstherapie an.

Perianalthrombose

Perianalthrombose (Analvenenthrombose): Kirschkern- bis pflaumengroße bläuliche Knötchen am Afterrand, die durch die Verstopfung einer Vene in der Enddarmschleimhaut entstehen. Perianalthrombosen sind sehr schmerzhaft, verschwinden aber meist von selbst. Die Heilung kann durch Inzision (Einstechen) beschleunigt werden, was auch den Schmerz sofort lindert.

Symptome und Leitbeschwerden

  • Akut auftretende Schmerzen am After
  • Vor allem während und nach dem Stuhlgang
  • Tastbarer bläulicher, praller, druckempfindlicher Knoten am After oder im unteren Teil des Enddarms.

Wann zum Arzt

In den nächsten Tagen bei

  • oben genannten Beschwerden.

Die Erkrankung

Krankheitsentstehung

Perianalthrombosen sind Blutgerinnsel in einer analen Vene. Blutgerinnsel oder Thrombosen entstehen beispielsweise, wenn der Blutfluss stark verlangsamt ist oder an den inneren Gefäßwänden kleine Verletzungen oder Unebenheiten vorhanden sind. Auch Veränderungen der Zusammensetzung des Blutes können zur Bildung von Blutgerinnseln führen – z. B., wenn das Blut durch Zunahme der roten Blutkörperchen "dicker" und dadurch zähflüssiger wird. In manchen Fällen bleibt es aber unklar, warum ein Blutgerinnsel entstanden ist.

Risikofaktoren

Für die Entstehung von Perianalthrombosen gibt es begünstigende Faktoren:

  • Langes Sitzen auf harten Flächen
  • Erhöhter Druck im Bauchraum wie z. B. bei einer Verstopfung oder Schwangerschaft
  • Mechanische Verletzungen wie z. B. durch Analverkehr oder Untersuchungen am After
  • Scharfe Speisen und Alkohol.

Verlauf

Die schmerzhaften Knoten am Afterrand sind harmlos und verschwinden meist von selbst wieder. Manchmal brechen sie auch auf und es gelangt geronnenes Blut auf den Stuhl oder auf das Toilettenpapier.

Diagnosesicherung

Perianalthrombosen erkennt der Arzt in der Regel an ihrem typischen Aussehen mit bläulich-roten, kirschkern- bis pflaumengroße Knötchen. Bei eindeutigem Befund verzichtet er meist auf die bei dieser Erkrankung sehr schmerzhafte Tastuntersuchung des Enddarms. Nur wenn die Thrombose im inneren Bereich des Enddarms liegt, ist manchmal eine Proktoskopie erforderlich. Hat der Patient sehr starke Schmerzen am After, kann der Arzt diese Untersuchung unter Betäubung durchführen.

Differenzialdiagnosen: Starke akute Schmerzen im Afterbereich treten auch auf bei der Analfissur und beim perianalen Abszess. Ein ähnliches Aussehen haben zudem Marisken, das Analkarzinom (eine seltene Lokalisation des Dickdarmkrebs) und Hämorrhoiden. Aufgrund ihrer Verwechslungsgefahr mit letzteren werden Perianalthrombosen manchmal auch als unechte Hämorrhoiden bezeichnet.

Behandlung

Perianalthrombosen bilden sich in der Regel ohne Therapie innerhalb von 2–3 Wochen zurück. Gegen die Schmerzen verordnet der Arzt schmerzlindernde Salben auf Lidocain-Basis (z. B. Posterisan®akut) und eine orale Schmerztherapie, z. B. mit Ibuprofen-Tabletten. Um den Stuhl weich zu machen empfiehlt er häufig milde Abführmittel wie z. B. Macrogol. Eine übermäßige mechanische Reizung, beispielsweise durch raues Toilettenpapier, sollte vermieden werden.

Sind die Knoten sehr groß oder die Schmerzen sehr stark, hilft ein kleiner Schnitt mit dem Skalpell (Inzision) unter örtlicher Betäubung. Nachdem der Arzt das geronnene Blut aus dem Knoten gedrückt hat, tritt sofort eine deutliche Schmerzlinderung ein.

Kommt es wiederholt zu Perianalthrombosen, muss die Thrombose samt betroffenem Gefäß operativ entfernt werden.

Prognose

Unbehandelte Perianalthrombosen heilen in der Regel innerhalb von 2–3 Wochen folgenlos ab, bei etwa 10 % der Patienten treten sie im Verlauf der Zeit jedoch erneut auf. Nach einer Inzision entwickeln nur etwa 5 % der Betroffenen eine weitere Perianalthrombose. In sehr seltenen Fällen kommt es durch den kleinen Eingriff jedoch zu einem Analabszess oder einer Analfistel.

Ihr Apotheker empfiehlt

Scheuen Sie sich nicht, bei analen Schmerzen Ihren Apotheker um Rat zu fragen und frühzeitig einen Arzt aufzusuchen. Bekommen Sie keinen Termin beim Proktologen, hilft jeder andere Facharzt für Chirurgie – aber auch die Hausärztin. Je schneller die Ursache gefunden wird, desto schonender wird im Falle eines therapiebedürftigen Befundes die Behandlung sein.

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